Wer dreist ist gewinnt?

1. Februar 2012 von Manuela Rose in Allgemein

Ist Facebook dreist?

Die im Dezember 2011 eingeführte Lebenschronik (Timeline) soll in wenigen Wochen zur Pflicht für alle Facebook Nutzer werden. In der Chronik werden alle Informationen angezeigt, die man je bei Facebook eingestellt hat. Facebook sieht hierin eine Lebensgeschicht, während Kritiker sehen, dass so z.B. alte Bilder wieder sichtbar werden, die man besser vergessen möchte.

Laut Facebook werde man aber nichts ohne die Zustimmung der Nutzer machen. Bei der Anmeldung auf Facebok soll auf die neue Chronik hingewiesen werden und man müsse die Freischaltung bestätigen. Danach gebe es eine 7 Tage übergangsfrist in welcher der Benutzer sein Profil noch aufräumen könne.
Gibt es Bilder oder Beiträge, die besser nicht auftauchen sollten? Wissen Sie noch, was Sie alles gepostet haben? Das kann schon eine Weile dauern, bis man sein Profil durchforstet hat…

Daher meint der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar, dass diese Übergangsfrist zu kurz sei und auf mindestens 4 Wochen verlängert werden müsse. Die Timeline werde nun allen Facebook Nutzern aufgezwungen und dieses Verhalten sei ultradreist von Fcebook, so Thilo Weichert gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Was meinen Sie? Ist Facebook dreist oder nicht nicht? Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

Manuela Rose

Diesen Artikel hat geschrieben:

Manuela Rose

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Telefon: 02961 96644-0

Zögern Sie nicht, mich bei Fragen anzusprechen.

3 Kommentare

  1. Logo Bettina Griesenbruch sagte:

    Hallo Frau Rose,

    nicht nur, dass Facebook (gezwungenermaßen???) dreist ist, es freut sich auch der CIA-Geheimdienst der USA über Facebook,Twitter & Co. (s.folgenden Auszug aus einem Online-Artikel):

    “Unlängst zeigte sich CIA-Vizepräsident Christopher Sartinsky höchst erstaunt über die Tatsache, daß Unmengen von Menschen dem Unternehmen bereitwillig Telefonnummern, Fotos, Adressen und Informationen über ihre Religion, ihre politischen Ansichten, ihre Freunde und Bekannte überlassen. Die Website sei ein »wahr gewordener Traum für die CIA«, befand Sartinsky. Sollten also tatsächlich Verbindungen des Unternehmens zum amerikanischen Geheimdienst bestehen, würde Facebook diesem Unsummen an Geld und Zeit ersparen.”

    http://anti-zensur.info/index.php?page=azk7#
    Das ist der Link, unter dem Sie sich das live anschauen können. Wählen Sie das Referat “Meinungsmanipulation/Prof. Vogt”, navigieren Sie den Zeitanzeiger auf 48:00 Minuten, dann kommt der dazugehörige Einspieler mit der Originalaussage.

    Ich finde, mehr muss man dazu nicht sagen.

    Freundlichen Grüße

    B.Griesenbruch

  2. Logo Manuela Rose sagte:

    Hallo Frau Griesenbruch,

    ich hab mir den Ausschnitt des Beitrags gerade angesehen. Wenn dies wirklich stimmen sollte, einfach ohne Worte!

    Mein Kollege Herr Vogel hat in diesem Zusammenhang auch einen interessanten Beitrag in seinem Blog verfasst. Die Polizei Hannover hat als Pilotprojekt eine gewisse Zeit über Facebook gefahndet. Dies wirft auch einige grundlegende Fragen auf. Wenn Sie Interesse haben, können Sie sich den Beitrag unter http://www.total-social.de/fac.....-facebook/ gerne ansehen.

    Ich finde, man sollte wirklich aufpassen und sich Gedanken machen, was man von sich preisgeben möchte. Teilweise lassen Statusmeldungen Rückschlüsse zu über dessen Konsequenzen man sich in diesem Moment gar nicht bewusst ist…

  3. Logo Olli und Stephan sagte:

    Liebe Frau Griesenbruch, liebe Manuela,

    als Autoren von total-social.de befassen wir uns täglich mit den sozialen Medien und natürlich dem “Flagschiff” Facebook. Mit Interesse haben wir den Beitrag und Ihre Meinung gelesen.

    Dazu möchten wir an dieser Stelle eine differenzierte Meinung publizieren. Denn es gibt auch Gründe, die für die Chronik sprechen:

    1. Die gesammelten, privaten Daten sind zum ersten Mal sichtbar.
    2. Externe Beiträge, wie Kommentare, sind nicht in der eigenen Chronik sichtbar.
    3. Es gibt eine Einstellung, mit der man zukünftige Einträge auf der Chronik freigeben kann.

    Das große Contra kommt unserer Einschätzung ehr aus einem anderen, lange bekanntem Punkt: Die Daten werden komplett gespeichert. Das Internet vergisst nicht. Was an dieser Stelle schockiert ist, dass es erstmals sichtbar und übersichtlich dargestellt wird.

    Die Frage, die sich an dieser Stelle stellt: Ist die Transparenz schlecht oder gut? Das muss jeder für sich beantworten.

    Unser Meinung nach, liegt das Problem an einer ganz anderen Stelle: Was veröffentliche ich online über mich? Das ist durchaus kritisch zu betrachten. Alternativ kann man sich auch unscheinbar bewegen oder sich abmelden.

    So sollte es nicht sein: http://www.total-social.de/fac.....ok-profil/

    Allgemein kann man sagen: Bei Google und Facebook bezahlt man mit seinen Daten anstatt mit Geld. Wieviele Daten man dafür bezahlen möchten, ist jedem selbst überlassen. Anscheinend besteht der soziale Zwang bei Facebok aktiv zu sein, was wir durchaus kritisch sehen.

    Beste Grüße
    Olli und Stephan

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